SPD in Schwandorf stellt ihre Oberbürgermeister-Kandidatin vor

04. Juli 2019

Karin Frankerl

Karin Frankerl tritt für die SPD als Kandidatin zur Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr an. Die 53-Jährige ist damit erste Herausforderin von Amtsinhaber Andreas Feller (CSU).

"Schwandorf kann besser", zeigte sich die Verwaltungsfachangestellte bei einer Pressekonferenz des SPD-Stadtverbands entschlossen. "Das Amt ist eine große Herausforderung. Aber ich kann das", sagte sie. Karin Frankerl lebt mit ihrem Mann Sven Faller auf dem Weinberg. Sie ist besonders in der Sportlerszene der Stadt keine Unbekannte, sei es als Triathletin oder Mitbegründerin des Schwimmclubs. Als Mitglied der Schwandorfer Arbeiterwohlfahrt ist sie auch mit sozialen Themen vertraut. Seit 2006 ist die Kandidatin in der SPD, seit 2014 Vorsitzende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen.

Der Vorschlag des SPD-Stadtverbands freue sie, sagte Frankerl. "Ich liebe Schwandorf". Deshalb gelte es, ihre Heimatstadt mit Ideen und schnellen Lösungen nach vorne zu bringen, etwa am Schmidt-Bräu-Gelände. Aber auch eine Bahnhaltestelle für Klardorf liegt ihr am Herzen, genauso der barrierefreie Umbau des Bahnhofs. Mit der SPD-Stadtratsfraktion, den fünf Ortsvereinen und den Stadtratskandidaten wolle sie nun ein Programm entwickeln, bei den Schwandorfern für sich werben, auch über soziale Netzwerke. "Wir wollen wissen, wo die Leute der Schuh drückt". Bürgermeisterin Ulrike Roidl und Stadtverbandsvorsitzender Manfred Schüller zeigten sich überzeugt, "eine echte Alternative zum Amtsinhaber" gefunden zu haben. "Sie bringt alles mit, was ein OB braucht", sagte Roidl, besonders die Erfahrung in der Verwaltung. Karin Frankerl ist Sachbearbeiterin am Landratsamt, kümmert sich im Jugendamt um Unterhalts-Angelegenheiten. "Für mich sind ein Haushalt oder ein Stellenplan kein Hexenwerk." Auch wenn Roidl mit mehreren Kanditen für die Wahl am 13. März 2020 rechnet: "Karin Frankerl hat einen großen Vorteil: Sie ist einfach die Beste". Außerdem: "Es wird Zeit, dass Schwandorf von einer Frau geführt wird". "Schwandorf lebt unter seinen Möglichkeiten", übernahm Fraktionschef Franz Schindler die Abteilung "Attacke". Angesichts guter Finanzen müsse viel mehr angepackt werden, als dies der Fall sei. Stattdessen vollziehe der Amtsinhaber Stadtratsbeschlüsse wie zur Wohnbebauung des Schmidt-Bräu-Geländes nicht. Zum Amt des OB gehöre mehr, als sich mit Chauffeur von Fest zu Fest kutschieren zu lassen. "Man muss sich auch mit den Details vertraut machen". Der OB aber verstecke sich hinter der Verwaltung. "Ohne seine Verwaltung ist er sprachlos. Ihm fehlt die Kenntnis der Details".

Karin Frankerl (von links) kandidiert für die Wahl zur Oberbürgermeisterin in Schwandorf. Franz Schindler, Ulrike Roidl und Manfred Schüller sind überzeugt: „Sie kann das.“
Karin Frankerl (von links) kandidiert für die Wahl zur Oberbürgermeisterin in Schwandorf. Franz Schindler, Ulrike Roidl und Manfred Schüller sind überzeugt: „Sie kann das.“

Bericht: Onetz - von Clemens Hösamer

Quelle: https://www.onetz.de/oberpfalz/schwandorf/spd-schwandorf-stellt-oberbuergermeister-kandidatin-id2778263.html

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