SPD steht geschlossen hinter Karin Frankerl

30. September 2019

Die Schwandorfer „Sportlerin des Jahres 2017“ hat in ihrem Leben schon viele Triathlon-Wettkämpfe bestritten und ist, wie sie selbst sagt, „immer ans Ziel gekommen“. Jetzt stellt sich Karin Frankerl einer neuen Herausforderung.

Die 53-jährige Verwaltungsfachangestellte stellt sich in ihrer Heimatstadt der Herausforderung. Die SPD-Kandidatin hat ihre Partei geschlossen hinter sich. Bei der Nominierungsversammlung des SPD-Stadtverbandes am Sonntag im Konrad-Max-Kunz-Saal erhielt Karin Frankerl 66 der 67 Delegierten-Stimmen. Die ersten Glückwünsche kamen von Zweiter Bürgermeisterin Ulrike Roidl, die "zu diesem tollen Ergebnis" mit einem Blumenstrauß gratulierte. Karin Frankerl hatte zuvor ihre Wertschätzung für ihre Heimatstadt mit den Worten zum Ausdruck gebracht: "Mein Herz brennt für Schwandorf".

Sie möchte die Sanierung der Meierhofer-Anwesen in der Friedrich-Ebert-Straße "endlich zur Chef-Sache" machen, eine Städtebaugesellschaft zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus gründen, das Radwegenetz in der Stadt optimieren, den Stadtpark und das Erlebnisbad umgestalten, ein ökologisches Verkehrskonzept entwickeln, den Kiesabbau bei Klardorf stoppen, bedarfsgerechte Betreuungsplätze für Senioren schaffen und ein neues Jugendzentrum bauen. Die SPD-Kandidatin ist überzeugt: "Schwandorf kann mehr".

Mehr Führung erforderlich

Dazu sei aber im Rathaus eine Führungskraft erforderlich, "die Sachverstand einbringt, Durchsetzungsvermögen beweist und die Mitarbeiter motivieren kann". Karin Frankerl traut sich diese Aufgabe zu und versichert: "Ich weiß, wie Verwaltung funktioniert". Vor 30 Jahren ließ sich die Mutter zweier erwachsener Kinder, die 1984 am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium das Abitur machte, zur Verwaltungsfachangestellten ausbilden und durchlief seit dieser Zeit im Landratsamt verschiedene Abteilungen. Seit zwei Jahren ist sie am Kreisjugendamt beschäftigt. 2006 schloss sich Karin Frankerl der SPD an, und vor fünf Jahren übernahm sie den Ortsvorsitz der "Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen" (AsF). Seit drei Jahren ist sie mit dem Musiker Sven Faller verheiratet, der die Nominierungsversammlung musikalisch begleitete.

Für den Vorsitzenden des SPD-Stadtverbandes, Manfred Schüller, fehlt im Rathaus "eine ordnende Hand". Beschlüsse des Stadtrates würden nicht umgesetzt, ansiedlungswillige Unternehmen müssten monatelange auf einen Notartermin warten. "Wir brauchen eine andere Zielsetzung", ist Schüller überzeugt. Die Personalkapazitäten im Rathaus müssten effektiver genutzt werden.

"Eine Powerfrau"

Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl weiß um die hohe Hürde, ist aber überzeugt: "Eine Powerfrau wie Karin Frankerl kann auch einen amtierenden Oberbürgermeister ablösen". Auch Altoberbürgermeister Helmut Hey ist vom Erfolg der SPD-Kandidatin überzeugt, denn: "Wir brauchen jemanden im Rathaus, der führen kann". "Karin Frankerl kann die Menschen begeistern", versicherte Kreisvorsitzender Peter Wein. Unterbezirksvorsitzende Marianne Schieder war von der "mitreißenden Rede" begeistert und sieht die SPD-Kandidatin ebenfalls in der Erfolgsspur.

"Die SPD muss sich trotz der augenblicklichen Formschwäche nicht verstecken", sprach Fraktionsvorsitzender Franz Schindler den Genossen Mut zu. Am 2. November treffen sich die SPD-Delegierten im Landgasthof Obermeier erneut. Dann geht es um die Aufstellung der Stadtratsliste.

Bericht: Onetz - von Rudolf Hirsch

Quelle: https://www.onetz.de/oberpfalz/schwandorf/spd-steht-geschlossen-karin-frankerl-id2857221.html

Teilen